Mit Vorschriften umzugehen, fällt den Wallisern schwer. Das ist auch beim Rauchverbot, das seit dem 1. Juli 2009 in Walliser Restaurants gilt, nicht anders. Vielen Wirten und Gästen ist das Verbot egal, sie zahlen lieber eine Busse, als sich daran zu halten.
Über 70 Prozent der Walliser stimmten für ein Rauchverbot, doch seit es in Kraft getreten ist, wehren sich Wirte und Gäste dagegen. In den meisten Bars, die kein Fumoir besitzen, wird weiterhin geraucht. “Wenn die Gäste nicht rauchen dürfen, bleiben sie zuhause”, erklärt ein Walliser Restaurantbesitzer.
Wirte und Gäste haben keine Angst vor Strafen. Besitzer von Beizen, die das Rauchen erlauben, zahlen bis zu 1000 Franken Bußgeld im Wallis, Raucher bis zu 200 Franken. Kontrolliert wird aber bis jetzt nicht. “Kontrolleure müssen Angst haben, verprügelt zu werden”, so ein Walliser Raucher.
Der Arbeitgeberverband für Restauration und Hotellerie Gastrovalais sorgte kürzlich mit einem Inserat für Aufsehen, indem er die Bürger, die für ein Rauchverbot stimmten, daran erinnerte die Restaurants zu besuchen.
So lange in den Restaurants nicht kontrolliert wird, ist ein Rauchverbot wohl nicht durchzusetzen. Einige Wirte sammeln bereits Unterschriften, damit das Verbot wieder abgesetzt wird.
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