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Die Musik der Palmeros

Von der Erstbesiedelung der kanarischen Inseln weiß man heute noch nicht alles. Man vermutet, dass die ersten Siedler Berber aus Afrika waren, die über das Meer kamen. Die ältesten Fundstücke gehen auf ca. 200 Jahre vor Christus zurück.

Die Guanchen, so nennt man die Ureinwohner der Kanaren, kleideten sich mit Fellen, lebten in Höhlen, benutzten einfache Werkzeuge, und gravierten Steine.

Ab dem Jahr 1405, zur Zeit der Conquistadores, wurde La Palma ins spanische Königreich integriert. Die Ureinwohner von La Palma wurden damals fast vollständig ausgerottet.

Ab dem 16. Jh. war La Palma ein wichtiger Handelsumschlagplatz zwischen Europa und Amerika. Gehandelt wurde vor allem mit Zucker.

Im Zuge dieses Handels emigrierten viele Einwohner von La Palma nach Kuba und Venezuela, um dort durch Arbeit ihre Familie auf La Palma zu ernähren. Die damals geknüpfte Bande und die vielen karibischen Einflüsse zwischen La Palma, Kuba und Venezuela, bestehen bis heute.

Die Arepas aus Venezuela brachten das Liedgut, die Kubaner den Rhythmus. Salsa und Merengue hört man heute überall auf der Insel. Auf vielen Fiestas und bei Umzügen werden alte Volkslieder gesungen.

Manchmal kann man erleben, dass Palmeros in einem Restaurant aus vollem Halse singen, begleitet von der kanarischen Gitarre – Timple.